Die 72 dpi Falle

 Die Crux mit der Bildschirmauflösung

  • Die 72 dpi Falle – nicht verwechseln mit Bildschirmauflösung

Noch immer hält sich die Ansicht, dass Bilder, die du Online verwenden möchtest, eine Auflösung von 72dpi haben sollten. Doch eigentlich ist dies so nicht richtig.

Grundsätzlich kannst du davon ausgehen, das einem Monitor die inch und cm relative egal sind, denn er hat nur Pixel. Diese haben immer eine relative Größe, je nach dem wieviele Pixel ein Monitor in seiner Breite und Höhe darstellen kann.

Daher ist es nicht richtig Bildschirmauflösungen in festen Maßeinheiten wie inch oder cm anzugeben. Und daher ist die dpi(Dots per Inch) Auflösung an dieser Stelle nicht korrekt.

Du kannst schon für jeden Bildschirm die jeweilige dpi Auflösung ausrechnen, oder feststellen wie groß ein cm auf einem Monitor ist. Nur das bringt einem eigentlich nichts. Wäre dann nur schön zu wissen.

 

Der relative Pixel

Deshalb solltest du weggehen vom feste Größe denken. Der Pixel hat eine feste Größe von 1. Doch er kann auf jedem Monitor unterschiedlich groß sein, je nach Bildschirmgröße und er erhält so eine relative Größe.

Doch der Mensch strebt nach festen Größen, ein cm ist ein cm und ein inch ein inch. Deshalb möchte er den Pixel auch in dieses Schema schieben, leider funktioniert dies so aber nicht.

Am Bildschirm kannst du nicht wirklich in festen Größen wie cm denken sondern eher noch Proportional. Wobei es hier auch unterschiede gibt im Seitenverhältnis. So gibt es 4:3, 16:9, 16:10, 3:2, 5:3 und 5:4.

Dies ist aber dem Pixel am Ende egal, weil er ein Bild oder Design in seiner festen Pixelbreite und -höhe darstellt, egal welches Format der Monitor hat. So entstehen dann auch die schwarzen Balken am Bildschirmrand, bei Filmen oder Videos. Aber dies würde jetzt zu weit führen.

 

Bilder Digital verwenden

Ein Bild auf dem Monitor hat bei 300dpi oder bei 72dpi immer eine Breite von 1000 Pixel. Es ändern sich nur die Zentimeter des Bildes und diese sind Digital nicht sichtbar. Weil hier eben die Pixel zählen.

 

Die Pixel bleiben gleich, egal ob 72dpi oder 300dpi.


Deshalb ist ein Bild, mit 500px Breite, auf jedem Bildschirm 500px, wobei 500px auf jedem Monitor in einer anderen Größe dargestellt werden.

Doch das schöne ist, das Bilder, die du Online verwenden möchtest, immer so groß sind wie du sie am Bildschirm siehst und auch die Qualität kannst du so gut erkennen. Deshalb ist es so viel leichter zu sagen, ob du das Bild in deinen digitalen Projekten verwenden kannst, oder eben nicht.

Im Druck ist dies oft nicht so einfach und führt nicht selten zu verpixelten, unscharfen Bildern.

 

Dpi gehören in den Druck

Die dpi Auflösung ist nur für den Druck relevant, am Monitor dreht sich alles um den Pixel. Weil wenn du nicht genug Pixel in deinem Bild hast, dann kann das Bild entweder nur sehr klein oder verpixelt gedruckt werden.

Es gibt zwar auch Möglichkeiten Bilder zu vergrößern, allerdings musst du so immer mit einem Qualitätsverlust rechnen. Daher sollten Bilder möglichst mit vielen Pixeln aufgenommen werden.

Möchte ich zum Beispiel ein Bild genau in Din A4 bei einer Auflösung von 300dpi drucken, dann sollte das Bild 2480 x 3508 Pixel haben. Dann erreiche ich ein gutes Druckergebnis.

 

Die dpi Falle

Wichtig ist eigentlich bloß, dass die Druckauflösung dpi nichts mit der Monitorauflösung zu tun hat. Diese wird meist in Pixelbreite x Pixelhöhe Pixel angegeben. Zum Beispiel 1048 x 800 Pixel.

Diese Verwirrung kommt vielleicht aus Photoshop selbst, da die dpi dort in ppi (Pixel per Inch) angegeben werden. Aber eigentlich ist beides genau das selbe. Adobe wollte es hier wohl vereinfachen und schafft eher nur Verwirrung.

Die dpi entscheiden nur über die mögliche Breite und Höhe im analogen Zustand, somit ausgedruckt. So wird der Pixel analog zu einer festen Größe eingeteilt, wie in cm.

 

Fazit

Im digitalen Bereich zählen immer nur die Pixel, da sind feste Größen relativ egal. Im analogen Bereich geht es um feste Größen, wobei hier die Pixel auch wichtig sind, den sie tragen zur Qualität und Größe des zu druckenden Bildes bei.

Ein Pixel ist ein Pixel und er ist relativ Groß. Hier folgst du dem Prinzip, „What you see is what you get“, was vieles leichter macht gegenüber dem Druck.

 

Jetzt bist du gefragt

Wie gehst du mit den dpi am Monitor um? Denkst du schon in Pixeln? Hast du Anregungen, Ergänzungen oder Tips zum Thema? Ich freue mich auf deinen Kommentar.

 

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Sabrina ist gelernte Grafik- und Webdesignerin und seit 2006 in diesem Bereich tätig. Seit 2013 ist sie selbstständig als Designerin tätig.

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